Suppenteller

Will ich gerade eine Suppe essen, da macht es leise „Ping“ und ich glaube, der Löffel ist nur von einer Karotte gerutscht und an den Tellerrand gefallen. Ein bisschen später schiebe ich den Teller zu mir hin und sehe: Mitnichten. Säuberlich abgetrennt, wie im Physikunterricht. Ich hätte es vermutlich nicht erwähnt, wenn nicht am Abend zuvor in der Küche das gleiche geschehen wäre, mit dramatischeren Auswirkungen für Frau Rau (zwei Heftpflaster) und Herrn Rau (Aufwischen). Ich weiß ja, wie das ist, mit Glas und Temperatur, aber die Teller haben jetzt schon fünfzehn Jahre überstanden. Auch und gerade im Winter – … Continue reading „Suppenteller“

Der Rum meiner Kindheit

Es war wirklich ein ordentlicher Haushalt. Aber einmal brachte ein Amerikareisender diesen Rum mit: 40%, karamellig und mit viel Kokosnussgeschmack. Und der wurde dann häufig zum Flambieren benutzt. Es waren die 70er und frühen 80er, da wurde viel flambiert. Dazu kam, dass der Rum sonst nicht zu bekommen war; man musste schon auf einen Fernreisenden warten. Vor einem Jahren habe ich ihn wieder entdeckt, importiert: Sehr lecker. Flambiert habe ich damit noch nicht (auch das kommt wieder, ich sag’s euch), aber er trinkt sich auch so sehr gut. Oder mal ein Schuss davon in die Milch, bevor daraus Vanillepudding wird … Continue reading „Der Rum meiner Kindheit“

Root Beer Float

Root Beer ist ein amerikanisches Erfrischungsgetränk mit langer Geschichte, das nach Zahnpasta schmeckt. (Alles über Root Beer bei Wikipedia.) In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es Erfrischungsgetränke in den USA auch im Drugstore zu kaufen. Dort wurde der Sirup, der die Basis für ein solches Getränk darstellt, in ein Glas gegeben und mit kohlensäurehaltigem Sodawasser aufgefüllt. So hat auch Coca-Cola angefangen. (Als Tonikum, als Stärkungsmittel. Erst später wurde es zum Erfrischungsgetränk.) Eine besondere Leckerei ist dabei das Ice Cream Soda. Das besteht einfach aus einem solchen Softdrink mit einem Schlag Eiscreme. Reines Sodawasser mit Vanille-Eis. Oder: Cola mit … Continue reading „Root Beer Float“

Schokoriegel richtig essen

Ich habe das von meinem Großvater gelernt. Ein Schokoriegel, in sechs oder acht Scheiben geschnitten, zu teilen zwischen meinem Zwillingsbruder und mir. Ich hatte ganz vergessen, wie das geht. Mmh, lecker. Um es ganz richtig zu machen, hätte ich den Schokoriegel mit einem Taschenmesser schneiden müssen. Das und das Holzbrett sind ganz wichtig.

Englische Knödel…

…bestehen aus Backpulver, Mehl und Fett. Wenig Wasser dazu, tischtennisballgroße Bällchen formen (oder waren das doch taubeneigroße? sagt man das nur bei Edelsteinen?), ab in den Eintopf damit. … … Merke: Topf nicht zu voll machen, die Dinger gehen ziemlich auf, und sauen einem die Herdplatte zu!

Ray Bradbury, Löwenzahnwein (mit Rezept)

Bradbury ist einer der ganz, ganz Guten. Dandelion Wine (dt. Löwenzahnwein) ist wie viele der Romane von Bradbury eigentlich eine thematisch verbundene Sammlung von Kurzgeschichten. Die Verbindung ist diesmal Douglas Spaulding, zwölf Jahre alt, und der Sommer, den er Anfang der 30er Jahre in Bradburys fiktiver Kleinstadt Green Town, Illinois erlebt. Er führt eine Liste, was er in diesem jahr, in diesem Sommer, alles zum erstenmal gemacht hat. Amazon.de drückt es gut aus: „Es ist ein Sommer voller Schrecken und Wunder, den der zwölfjährige Douglas Spaulding in Green Town, Illinois, erlebt. Es kommen vor: ein Trödler, der Leben rettet; ein … Continue reading „Ray Bradbury, Löwenzahnwein (mit Rezept)“

Christmas cake

Schon mal an Weihnachten denken! Es reicht, wenn man Ende November oder auch noch Anfang Dezember damit beginnt; der Kuchen muss also nicht im Jahr vorher gebacken werden. Wer will, kann aber auch schon den Juli oder August dazu nutzen. Alles selbst gemacht, auch die Marzipandecke. Das Rezept gibt’s auf Anfrage.

Balls I

Eine interessante englische Süßigkeit sind gobstoppers: Schicht um Schicht von verschiedenfarbigen Zuckerschichten aufeinander. Welche Poesie steckt in der Benennung der Teile: Maulstopfer! Die amerikanische Variante davon heißt jawbreaker – auch nicht schlecht. Wie man sieht, gibt es sie in verschiedenen Größen. Ich habe sie bislang nur einmal im Unterricht eingesetzt.

Orangenmarmelade 2004 (Das Rezept)

Man nehme: 2 lb Seville oranges (900g Pomeranzen/Bitterorangen) 4 pints water (2 1/4 Liter Wasser) 1 lemon 4 lb granulated sugar, warmed (1,8 kg Zucker) Pomeranzen sehen aus wie nicht übermäßig schöne Orangen. Sie sind tatsächlich ziemlich bitter, und es gibt sie bei uns auf Märkten und in wenigen großen Kaufhäusern im Januar und Februar. Orangenmarmelade ist sehr englisch und sehr lecker. Zur Not kann man die Marmelade sicher auch mit normalen Orangen machen: Aber die Bitterkeit der Pomeranzen passt besser zum vielen Zucker in der Marmelade. Zuerst überlegt man sich, ob man das Rezept nicht mit der halben Menge … Continue reading „Orangenmarmelade 2004 (Das Rezept)“