Glühpunsch & Tron

Gerade Glühpunsch gemacht aus Glühwein, Tee, Orangensaft, Gewürzen und Orangenschale. Ich wollte dazu möglichst lange zusammenhängende Stückchen von der Orangenschale haben, damit ich die dann einfach herausfischen kann. Wer organisierter ist als ich, kriegt das elegant und durchdacht hin. Bei mir war’s wie eine Partie Tron (oder Snake, um genauer zu sein) – egal wo ich mein Werkzeug hinlenkte, eine andere Spur war früher oder später im Weg.

Elisabethanisches Essen

The Supersizers Go… Elizabethan. Das Konzept der Serie: Für jeweils eine Woche isst und kocht das Team wie in einer vergangenen Periode. Ich habe die erste Folge in England gesehen, da war es die Zeit des Zweiten Weltkriegs: Rationierung, Knappheit, Improvisation. In dieser Folge geht es um elisabethanisches Essen (also etwa aus der Shakespeare-Zeit). Natürlich das Essen der reichen Leute, nicht das der armen. Viel Fett, viel Fleisch, viel Zucker – und dennoch hatte das Team am Ende der Woche Gewicht verloren. Beispiel für ein Festessen auf dem Land, für Königin und Gefolgschaft, nur mal der erste Gang: Whole Pygge …

Schlichte Gerichte: Das Käsebrot

Noch ein Rezept von meinem Großvater: Heißes Käsebrot. Man braucht dazu: Brot, Käse (welcher Käse war das damals wohl? schon Scheibletten?) und Butter. Mehr sage ich nicht zum Rezept, schon mal, weil ich es nicht kenne. Ich versuche seit Jahren immer wieder mal, ein heißes Käsebrot zu machen, das so schmeckt wie das meines Großvaters. Es gelingt mir nicht. Brotscheiben von beiden Seiten anbraten oder nur von einer? Vielleicht meine ich es immer zu gut mit dem beidseitigen Rösten. Nicht verwechseln mit: Welsh Rarebit, das ich einmal versucht habe, selbst zu machen. Hat sich nicht gelohnt. Kann man das wirklich …

Jahressuppe

Am Montag war die Jahressuppe bei mir. Die Jahressuppe ist ein Projekt, über das man sich im Philosophischen Reisebüro näher informieren kann. 366 tage lang wird in 10 verschiedenen europäischen ländern eine einzige suppe von 366 personen gekocht, obwohl täglich eine andere suppe serviert wird. am 12. februar 2008 beginnt die suppe im MAK, museum für angewandte kunst, wien zu kochen. ab diesem tag wandert ein rest der flüssigen suppe ein jahr lang täglich von küche zu küche, um als basis für die jeweils nächste suppe zu dienen. Das heißt konkret, dass ich am Montag bei meinen Vorsuppenköchen einen halben …

Maccaroni and Cheese

Ich ess ja gerne mal ungesund. Ein englisches Nationalgericht ist neben Cheese on Toast auch Maccaroni and Cheese. Das kann sicher lecker sein, Nudeln in Käsesauce. Kann man gut machen. Tatsächlich wird das Zeug aber auch in Dosen verkauft. Wenn man die aufmacht, sieht das dann so aus: Und das schmeckt richtig, richtig grässlich. Ich habe zwei Löffel davon gegessen, sogar heiß gemacht. Künstlich, weich, sabberig. Jetzt fehlen mir nur noch die kleingeschnittenen Spaghetti mit Tomatensauce aus der Dose. Schlimmer können die nicht sein. Es gibt aber auch leckeres Essen in England: Das Wetter ist ordentlich, ich warte aber auf …

Kartoffelbrei-Igel

Gerade bei Finger Tips gesehen: Kartoffelbrei-Igel mit Spaghettifüllung. Aus viel Kartoffelbrei einen Igel formen, aushöhlen, mit Tomatenspaghetti aus der Dose füllen, darauf einen Deckel aus mehr Kartoffelbrei. Mit kleinen Tomaten Augen und Nase formen, mit Gabel Igelmuster aufdrücken, im Ofen fertigbacken. Anekdote: Gestern war ich Laufschuhe kaufen. Im Fachhandel wird man toll beraten. Schuhe ausziehen, der Verkäufer wirft sich auf den Boden und untersucht die Füße, lässt den Kunden wippen, auf und ab gehen, verschiedene Schuhe auf dem Laufband vergleichen, schaut aus Fußbodenhöhe zu. Toller Service. Der wurde leider dem Kunden vor mir angediehen, so dass ich irgendwann die Geduld …

Englischstunde vor Weihnachten (LK)

Statt Referat gab’s heute englischen Christmas Cake von einem Schüler, zusammen mit einer Vorstellung englischer Weihnachtsbräuche und einem gar nicht mal so leichten Quiz mit Weihnachtsfragen. Der Kuchen war lecker, auch wenn currants keine Johannisbeeren sind. Aber bei einem Kuchen, in den raisins, sultanas und currants hineinkommen, kann man schon mal zweifeln. Was auf dem Bild wie Sahne aussieht, ist übrigens beinharte Zuckerkruste. Den Rest der Stunde habe ich dann eine englische Pantomime gezeigt. Nein, das ist nicht das mit dem schweigenden Mann mit weißer Farbe im Gesicht. Hier ist der Wikipedia-Eintrag dazu, obwohl ich dem Anfang misstraue: “The performance …

Marmite

“Marmite” ist ein Hefe- und Pflanzenextrakt und geradezu ein englisches Grundnahrungmittel. Es ist reich an Vitaminen und solchen Sachen (4g entsprechen 60% des Tagesbedarfs an Vitamin B12) und ein Musterbeispiel für den englischen Begriff “acquired taste”, “erworbener Geschmack”. Marmite ist nichts, was einem beim ersten Mal schmeckt. Tatsächlich kann man es beim ersten mal gar nicht schmecken, sondern allenfalls riechen. Erst nach zwei oder drei Riechversuchen wagt man sich an das Kosten, und dann wartet man wieder ein bisschen, und irgendwann, nach einem halben Jahr etwa, denkt man sich so: “Ach, so eine Scheibe Toast mit Marmite wäre gar nicht …

Suppenteller

Will ich gerade eine Suppe essen, da macht es leise “Ping” und ich glaube, der Löffel ist nur von einer Karotte gerutscht und an den Tellerrand gefallen. Ein bisschen später schiebe ich den Teller zu mir hin und sehe: Mitnichten. Säuberlich abgetrennt, wie im Physikunterricht. Ich hätte es vermutlich nicht erwähnt, wenn nicht am Abend zuvor in der Küche das gleiche geschehen wäre, mit dramatischeren Auswirkungen für Frau Rau (zwei Heftpflaster) und Herrn Rau (Aufwischen). Ich weiß ja, wie das ist, mit Glas und Temperatur, aber die Teller haben jetzt schon fünfzehn Jahre überstanden. Auch und gerade im Winter – …